Schon im Altertum beschäftigten sich die Gelehrten mit Krankheitsbildern im Bereich der Bewegungsorgane.(Hippokrates: Klumpfuß, Hüftluxation, Skoliose)Schon im Altertum beschäftigten sich die Gelehrten mit Krankheitsbildern im Bereich der Bewegungsorgane.(Hippokrates: Klumpfuß, Hüftluxation, Skoliose)1741 Nicolas Andry führte einen Begriff für ein neues Fachgebiet ein: L'orthopädie. Andry verstand darunter (orthos= gerade, paideuein= erziehen) die Kunst, bei Kindern körperliche Fehlformen zu verhindern. Heutiges Symbol: Stab gestützte Bäumchen. Meilensteine des zunächst konservativ orientierten Fachgebietes: (1851) Mathysen mit seiner Gipsbinde, (1895) Röntgen mit neuer Diagnostik. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr die Orthopädie durch die Einführung der Narkose und Asepsis (Hygiene) einen Aufschwung und damit auch die operative Therapiemöglichkeit.Im Anglo-amerikanisches Gebiet wurde die orthopädische Chirurgie vollkommen in die Orthopädie eingegliedert. In Europa wurde dies in manchen Ländern geteilt. Die Verletzungen der Bewegungsorgane werden in der Unfallchirurgie behandelt. Heute versteht sich die Orthopädie als Teilgebiet der Medizin, das sich mit Störungen der Form und Funktion im Bereich der Bewegungsorgane befasst. Neben der Erforschung von Krankheitsbildern des Bewegungssystems widmet sich die Orthopädie auch den Methoden zu ihrer Diagnostik, Therapie und Prophylaxe.Zu den Bewegungsorganen in der Orthopädie zählen: Stützelemente (Knochen, Gelenke und Bänder), deren Motoren (Muskulatur und Sehnen), sowie deren Versorgungssysteme (Gefäße) und Steuerungssysteme (Nerven), letztendlich auch die bedeckende Haut.Es ergeben sich daraus Überschneidungen mit anderen Fachgebieten mit fließenden Übergängen z.B. im Bereich der Rheumatologie zur inneren Medizin. Die Zukunft der Orthopädie: - Früherkennung oder Prophylaxe vieler Krankheiten (z.B. Hüftgelenkdysplasie = Veränderung des Hüftgelenks) - Verschleißerkrankungen der zunehmend älteren Bevölkerung - veränderte Umwelt (Verkehr, Freizeitgestaltung), macht es nötig Spezialisten für besondere Verletzungen am Bewegungsapparat auszubilden (z.B. Querschnittverletzungen). - Rehabilitation, gerade diese Aufgabe ist sehr wichtig und komplex, sie können nur in einem Team gelöst werden, dem auch Physiotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, Beschäftigungstherapeuten und Orthopädietechniker angehören. Die Koordination dieser Verantwortung gegenüber dem Patienten bleibt in der Hand des Orthopäden.Um dies alles Leisten zu können, ist es wichtig, dass die Orthopädie mit anderen Fachgebieten eng zusammenarbeitet, dies gilt insbesondere für den Bereich der Früherkennung und Prophylaxe.

Krankheitsbilder:
chondropathia patellae
Bizeps 
NAP ® neuromuskuläre arthroossäre Plastizität nach Renata Horst